Die aktuelle Frage: Was ist eigentlich ein Kombikredit?



Wer einen Hauskauf finanzieren muss, setzt häufig auf ein klassisches Bankdarlehen. Dabei werden die Darlehenszinsen meist für zehn bis 15 Jahre festgeschrieben. Danach muss der Kreditnehmer für die restlichen Schulden eine Anschlussfinanzierung vereinbaren – zum dann gültigen Zinssatz. Um sich die aktuell günstigen Zinsen möglichst lange zu sichern, können Erwerber alternativ auch von Anfang an auf einen Kombikredit setzen. Was das ist und welche Vorteile Immobilienkäufer damit haben, erklärt Sebastian Flaith von der Bausparkasse Schwäbisch Hall:

Kombikredite verbinden einen Bausparvertrag mit einem tilgungsfreien Vorausdarlehen. Dabei schließt der Käufer einen Bausparvertrag in Höhe des Kreditbedarfs ab, erhält aber die komplette Summe sofort als Darlehen. In der ersten Phase zahlt der Kreditnehmer nur die Zinsen für das Darlehen und bespart parallel dazu den Bausparvertrag. Wenn das Mindestguthaben erreicht ist, wird das Darlehen damit auf einen Schlag abgelöst. In der zweiten Phase wird das Bauspardarlehen getilgt. Kombikredite eignen sich für alle, die sofort ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen. Sie verbinden mehrere Vorteile:
1. Sicherheit: Immobilienerwerber können sich mit einem Kombikredit die derzeit besonders niedrigen Zinsen über die gesamte Laufzeit der Finanzierung sichern – bis zu 30 Jahre lang.
2. Schnelle Entschuldung: Nach der Zuteilung können auf das verbliebene Bauspardarlehen jederzeit kostenlos Sondertilgungen in unbegrenzter Höhe eingezahlt werden.
3. Staatliche Förderung: Die Wohn-Riester-Förderung kann auch für einen Kombikredit eingesetzt werden. Das Verbrauchermagazin Finanztest schreibt dazu (Ausgabe 3/16): „Für Immobilienkäufer, die von der Riester-Förderung profitieren möchten, sind Kombikredite erste Wahl“.

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