Mit ausreichend Eigenkapital zum Traumhaus






Mindestens 20 Prozent des Immobilienpreises plus Kaufnebenkosten sollten angehende Wohneigentümer vor dem Erwerb ihres Traumhauses gespart haben. Das ist leichter gesagt als getan: Bei einem aktuellen Durchschnittspreis von circa 250.000 Euro für eine Eigentumswohnung müssen Haushalte in Deutschland mindestens 50.000 Euro für eine solide Finanzierung aufbringen. Schwäbisch Hall-Experte Karsten Eiß hat fünf Tipps parat, wie das Eigenkapital erhöht werden kann.

Was zählt zum Eigenkapital?
Eigentümer in spe können alle verfügbaren Mittel aus Guthaben in Form von Bargeld, Festgeld, Tagesgeld oder sonstigen Sparkonten zum Eigenkapital rechnen. Auch Bausparverträge, Wertpapiere, Fondssparpläne und Lebensversicherungen können als Eigenkapital in die Finanzierung eingebracht werden. Doch was tun, wenn das Eigenkapital nur knapp für eine Finanzierung reicht?



Tipp 1: Das Grundstück separat erwerben
Wird das Grundstück schon vor dem geplanten Bau erworben, kann es als Eigenkapital in die Finanzierung eingehen.

Tipp 2: Angelegtes Geld flüssig machen
Der Kurs steht gut? Dann spricht nichts dagegen, Aktien- oder Investmentfonds zu verkaufen und das Geld in die Immobilie zu investieren. Schon radikaler ist die Auflösung der Lebensversicherung. Ob eine vorzeitige Kündigung sinnvoll ist, sollten Interessenten im Einzelfall abwägen und unbedingt mit ihrem Bankberater besprechen. Wichtig für alle, die ein Haus finanzieren bleibt beispielsweise die Risikolebensversicherung: Sie sichert im schlimmsten Fall die Hinterbliebenen ab und sorgt dafür, dass diese den Kredit weiterzahlen können.



Tipp 3: Auf Förderungen setzen
Darlehen aus öffentlicher Hand, beispielsweise Förderungen der KfW zum energieeffizienten Bauen, senken die benötigte Kreditsumme. Zusätzlich kann es Zuschüsse geben. Auch Guthaben aus Riester-Verträgen können in eine Finanzierung eingehen.

Tipp 4: Eigenleistungen einkalkulieren
Legen Bauherren, Verwandte oder Bekannte selbst auf der Baustelle Hand an, kann sich die Darlehenshöhe verringern. Etwa fünf bis zehn Prozent der Baukosten können Eigentümer hier einrechnen. „Banken können allerdings prüfen, ob die Personen entsprechende Qualifikationen mitbringen“, gibt der Schwäbisch Hall-Experte zu bedenken. „Die Leistungen sollten außerdem realistisch geplant werden – sonst droht eine teure Nachfinanzierung.“
Extra-Tipp vom Experten:
„Eltern sollten ebenfalls an das Baukindergeld denken. Auch wenn es von der
Bank nicht unmittelbar als Eigenkapital einberechnet wird, zählt es doch als
zusätzliche Sicherheit. Zusätzlich gibt es in einzelnen Bundesländern, z.B.
Bayern, länderspezifische Zuschüsse für Immobilienkäufer.“



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