So funktioniert die Blockchain







Kaum ein Artikel über die Technologien der Zukunft oder über Kryptowährungen kommt ohne den Begriff “Blockchain” aus. Doch was ist das überhaupt? Und hat die Technologie wirklich das Potenzial unsere Wirtschaft zu revolutionieren? Teil zwei der Cash.-Online-Reihe zum Thema Kryptowährungen; Gastbeitrag von Roland Leuschel und Claus Vogt, Krisensicherinvestieren.com
Können Kryptowährungen wie Bitoin das Geldsystem revolutionieren? Beginnen müssen wir unsere Analyse mit der Blockchain, der Technologie, auf der alle Kryptowährungen basieren, und die auch Distributed Ledger-Technologie genannt wird, (DLT, digitales Register von Transaktionen).
Die Blockchain ist die eigentliche technologische Revolution, und sie soll das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Kryptowährungen sind lediglich eine von zahlreichen möglichen Anwendungen der Blockchain.

Lückenlose Historie der Eigentumsverhältnisse
Die Blockchain ist ein System, das aufgrund seiner lückenlosen Historie Beweiskraft erlangt, um Eigentumsverhältnisse zu regeln. Sie ist ein transparentes digitales Register von Transaktionen, das dezentral von den Rechnern aller Teilnehmer verwaltet wird.
Das klingt kompliziert, als es ist. Früher standen im Fahrzeugbrief der aktuelle Besitzer des Wagens sowie alle seine Vorbesitzer. Aus Datenschutzgründen wurde das inzwischen geändert. Bis dahin handelte es sich bei einem Fahrzeugbrief aber um eine lückenlose Historie der Eigentumsverhältnisse dieses Fahrzeugs. Nichts anderes ist eine Blockchain.
Allerdings wird sie nicht in Papierform geführt, sondern digital, und sie wird nicht von Amts wegen, das heißt zentral verwaltet, sondern dezentral von allen Teilnehmern der Transaktionen.

Dezentralisierung durch die Blockchain
Zahlreiche Geschäftsmodelle basieren auf unterschiedlichen Formen der Zentralisierung. Deshalb kann die Blockchain, die Dezentralisierung ermöglicht, eine noch unüberschaubare Anzahl von Geschäftsmodellen überflüssig machen.
Besonders stark betroffen wären: Finanztransaktionen, Identitäts- und Datenmanagement sowie Börsen und andere Marktplätze. Darüber hinaus wird es Folgen geben, die sich heute noch niemand vorstellen kann, und – wie immer bei der Einführung bedeutender Innovationen – Effekte zukünftiger Anwendungen, die heute noch nicht abzusehen sind.
Wenn wir per Handy miteinander telefonieren, werden die Anrufe über die Anlagen diverser Netzbetreiber geleitet, die mit dieser Dienstleistung Geld verdienen. “Denkbar und technisch durchaus machbar wäre aber auch eine Telefonie, welche ausschließlich über die millionenfach vorhandenen Antennen der individuellen Mobiltelefone abgewickelt wird, also ohne Carrier auskommt”, so die Autoren der “Bergsicht”.
“Jeder von uns würde auf diese Weise zu einem Mini-Carrier, indem er Antennenleistung für Dritte zur Verfügung stellt und auch solche von Dritten in Anspruch nimmt. Dank der hohen Dichte vorhandener Mobiltelefone würden die Gesprächsbits mit Lichtgeschwindigkeit von Handy zu Handy hüpfen und so an ihr Ziel gelangen”, ergänzt “Bergsicht”.

Disruptive Innovationen
So würden die Netzbetreiber überflüssig. Vergleichbare Entwicklungen und Brüche gab es im Lauf des technischen Fortschritts zuhauf. Der Weg des Kapitalismus ist gesäumt von den Gräbern untergegangener Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen durch technische Innovationen überflüssig wurden. Davon können Sie sich durch einen Besuch in einem Technikmuseum leicht überzeugen.
Dies ist ein Auszug aus dem Buch von Claus Vogt und Roland Leuschel: “Bitcoin & Co. – Finte oder Neugestaltung des Geldsystems. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten”




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