Krankenstandanalyse: Die fünf häufigsten Krankheitsgründe





Wenn sich Mitarbeiter krankmelden, dann bleibt der Grund für den Ausfall häufig unklar. Die Krankenkasse DAK hat nun untersucht, welche Erkrankungen die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr am häufigsten außer Gefecht gesetzt haben.


Mehr als ein Fünftel aller Krankmeldungen wurde durch Rücken- und andere Skelett-Erkrankungen verursacht.
Für ihre Krankenstandsanalyse hat die DAK Daten von insgesamt 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten erhoben.
Demnach ist der Großteil aller deutschen Arbeitnehmer gesundheitlich robust: Im vergangenen Jahr meldete sich jeder zweite überhaupt nicht krank.
Und es gibt noch mehr Erfreuliches zu vermelden: Zum ersten Mal seit 2006 ging die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen zurück.
Chefs dürfen Fehlzeit erfragen
Trotzdem stieg die Zahl aller Krankmeldungen im Vergleich zu 2017 geringfügig an. Hauptgrund dafür sei die Grippewelle Anfang des vergangenen Jahres gewesen, heißt es in der Studie.
Grundsätzlich haben Chefs kein Anrecht darauf zu erfahren, woran krankgeschriebene Angestellte leiden – jedoch dürfen sie erfragen, wie lange sie voraussichtlich fehlen werden.
Der DAK-Studie zufolge fehlten Arbeitnehmer wegen einer Krankheit im Schnitt 12,6 Tage am Stück. Die Top Fünf der häufigsten Krankheitsgründe im Überblick:
5. Verdauungssystem
Bauchschmerzen, Durchfall oder auch eine Magen-Darm-Grippe: Immerhin fünf Prozent aller DAK-Versicherten fehlten 2018 wegen Erkrankungen des Verdauungssystems.
4. Verletzungen und Vergiftungen
Den vierten Platz im Ranking der häufigsten Krankheitsgründe sichern sich Vergiftungen durch Lebensmittel, Pflanzen oder Gase und typische Unfälle.
Zu diesen zählen unter anderem Knochenbrüche, Verrenkungen, Schnittwunden und Gehirnerschütterungen. Kommt es am Arbeitsplatz zu solchen Unfällen, müssen Arbeitgeber sie melden.
3. Psychische Erkrankungen
Ganze 15,2 Prozent aller Krankmeldungen gingen DAK zufolge auf psychische Erkrankungen zurück. Hauptgründe sind dabei Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen oder Anpassungsstörungen.
Letzteres beschreibt psychische Reaktionen auf schwierige Lebensereignisse wie den Tod eines Angehörigen, Eheprobleme oder auch Mobbing am Arbeitsplatz.
Im Durchschnitt fehlten psychisch erkrankte Angestellte beinahe 34 Tage am Stück – Frauen dabei häufiger als Männer.
2. Atemwegserkrankungen
Erkältung, Husten oder die Grippe: Atemwegserkrankungen liegen auf dem zweiten Platz der häufigsten Krankheitsgründe. Etwa jeder sechste Arbeitnehmer blieb 2018 wegen einer Atemwegserkrankung zu Hause.
Trotzdem schleppen sich immer wieder Mitarbeiter hustend und niesend zur Arbeit – und schaden damit häufig sowohl sich selbst als auch ihren Kollegen.
Erkältete Mitarbeiter stecken häufig andere an und sorgen damit für einen noch höheren Krankenstand. Dieses Phänomen wird mit dem Begriff “Präsentismus” beschrieben.
1. Rückenschmerzen und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen
Die größte Schwachstelle der Arbeitnehmer lag wie schon im Jahr zuvor im Rücken: Etwa 21 Prozent aller Krankmeldungen gingen auf Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zurück.
Ob Mitarbeiter in ihrer Freizeit Sport treiben, um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist Privatsache. Chefs können jedoch zum Beispiel höhenverstellbare Schreibtische kaufen, an denen Mitarbeiter zwischendurch stehend arbeiten, um den Rücken zu entlasten. (bm)
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